Großes vorstellbar machen

Astronomie AGDie Astronomie-AG des Gymnasiums Petrinum traf sich zum Experimentieren für eine Lehrerfortbildung, im Bild die Lehrer Detlef Weber, Pascal Kaminski, Nicole Pisarski, Karin Lammers und Klemens Schüler.Vennemann

 

Mobile Lehrerfortbildung in der Astronomie-AG des Gymnasiums Petrinum
DORSTEN. Das Größenverhältnis von Sonne und Mond darstellen, aus kleinen Modellen das Große vorstellbar machen – das ist das Ziel der Astronomie-AG des Gymnasiums Petrinum.
Die Astronomie-AG des Gymnasiums Petrinum traf sich zum Experimentieren für eine Lehrerfortbildung, im Bild die Lehrer Detlef Weber, Pascal Kaminski, Nicole Pisarski, Karin Lammers und Klemens Schüler.Vennemann
Diverse Experimente rund um unser Universum führten gestern acht Schüler und fünf Lehrer des Petrinums innerhalb der Astronomie-AG bei einer mobilen Lehrerfortbildung des Hauses der Astronomie durch.
Von der Max-Planck-Gesellschaft gegründet, stellt das Haus der Astronomie interessierten Lehrern Materialien zur Verfügung, die diese dann mit ihren Schülern sichten, zu einem Modell nachbauen und anschließend im Experiment testen können. Die Idee an der mobilen Lehrerfortbildung teilzunehmen, hatte Physiklehrer Klemens Schüler, der selbst seit 15 Jahren im Bereich Astronomie tätig ist und mit dem Haus der Astronomie kooperiert.
Experimente

Erst im August des vergangenen Jahres wurde die freiwillige Astronomie-AG im Sinne der MINT-Schule, wie sich das Petrinum nennen darf, ins Leben gerufen, erfreut sich aber schon einer regen Teilnahme. Zwei Stunden pro Woche befassen sich die acht Schüler mit dem Thema Astronomie und haben sichtlich viel Spaß daran.
Gestern versuchten sie zum Beispiel, das Größenverhältnis zwischen Sonne und Mond darzustellen. Von der Erde aus betrachtet sehen diese beiden nämlich gleichgroß aus, was sie aber natürlich gar nicht sind. Sonne und Mond sind so weit voneinander entfernt, dass es für uns lediglich optisch so scheint, als hätten sie die gleiche Größe. In ihrem Experiment testeten die Schüler maßstabsgetreu, wie groß der Abstand zwischen zwei unterschiedlich großen Kugeln sein muss, damit diese aus einem bestimmten Blickwinkel gleichgroß aussehen.
„Die Idee ist es, aus kleinen Modellen das ganze Große vorstellbar zu machen“, erzählt Physiklehrer Klemens Schüler.
Wenn die AG irgendwann zum festen Inventar des Petrinums gehören sollte, denke man auch über die Teilnahme an Wettbewerben nach, fährt Klemens Schüler fort. Dafür fehlen aber aktuell noch das Equipment und die finanziellen Mittel.
Christina Vennemann