Der Förderverein

„Guten Abend! Wir wollen uns Ihnen einmal vorstellen.“ So klang es alljährlich, wenn der Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Helmut Schulte, und ich die Vorstellungsrunde in den ersten Pflegschaftsversammlungen der neuen Klassen 5 unternahmen. Der Fördervereinsvorsitzende führte dann häufig weiter aus, dass er eine gute und eine schlechte Nachricht für die Eltern habe: Sie bräuchten den von ihnen gespendeten Kuchen nicht mehr Stück für Stück zurückkaufen; der Förderverein wolle direkt ihr, der Eltern, Geld. Dieses Geld – sorgfältig von Frau Louise Balzer und später von Frau Susanne Peters verwaltet – solle nicht der Erfüllung der „normalen Schulaufgaben“ dienen, sondern „für den schönen Luxus“. Die „normalen“ Betriebskosten habe (und hat) der Schulträger, also die Stadt Dorsten, zu tragen.

Der Förderverein der Schule hat dem Gymnasium Petrinum bei einer Vielzahl von Aktivitäten geholfen. Ohne den Förderverein wären viele Unternehmungen und Vorhaben der Schule nicht realisierbar gewesen. Immer, wenn „Not am Manne war“, hat der „Verein der Freunde und Förderer des Gymnasium Petrinum“, wie er ursprünglich hieß, die Schule unterstützt bzw. ihr geholfen.

Beispielhaft und sicher ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien hier u.a. die Unterstützung bei Ausflügen und Austauschen, die Begrüßungsdreiecke für die neuen 5er und die Zeugnismappen für die Abiturientia, die Schulhofumgestaltung und der Computerwagen, die Hilfe bei Lesungen und Konzerten, die Übernahme der Druckkosten, als die Schulchronik noch in Papierform erschien, die Vorfinanzierung von schulspezifischer Kleidung sowie die Bewirtung der Eltern wie Schülerinnen und Schüler beim Begrüßungstag, aber auch die Unterstützung etwa bei den Streichtagen genannt.

Vornehmste Aufgabe des Fördervereins war allerdings die – zunehmend notwendige - individuelle Hilfe bei sozialen und wirtschaftlichen Problemen im Zusammenhang von Kursfahrten. Dabei wollte der Förderverein nie wissen, für wen diese Unterstützung geleistet wurde. Geprüft hat der Schulleiter; die folgende Hilfe erfolgte nach entsprechender Rücksprache an die Leitung der Klassen- oder Kursfahrt. Am Rande sei erwähnt, dass etliche unterstützte Personen in der Folgezeit den Betrag erstatteten oder durch Spende an den Förderverein zeigten, dass diese Hilfe dankbar „angekommen“ war.

Stets, und das war eine Besonderheit der Zusammenarbeit mit dem Förderverein, erfolgten Hilfe und Unterstützung nach entsprechender Rücksprache unaufdringlich, zeitnah und direkt. Dafür sei allen Beteiligten auch an dieser Stelle erneut ganz herzlich „Danke“ gesagt.

Wolfgang Gorniak, OStD a.D.