Jüdische Lebenswege in Westfalen
Ein Schülerprojekt des Gymnasium Petrinum Dorsten

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Pressestimmen

Süddeutsche Zeitung:

...Es entsteht ein Bild vom vielfachen Mord, von namenloser Verzweiflung, von willkürlichen Quälereien, von Hunger und Schwerarbeit. Imo Moszkowicz' Lebensbericht wird zum Dokument dessen, was Menschen einander anzutun imstande sind. Vor allem spricht er davon, was Ausgeliefertsein und Verlust der Menschenwürde bedeuten. Er vergisst aber nicht, sich dankbar derer zu erinnern, die damals gegen den Strom und oft unter hohem Risiko Zeichen des Mitgefühls gesetzt haben. Die letzten Fragen nach den Abgründen des Massenmords am jüdischen Volk bleiben zu Recht unbeantwortet. Denn das Buch richtet sich gegen das Vergessen und Verdrängen und ist eine Mahnung zu Wachsamkeit und Menschlichkeit.

Neue Züricher Zeitung:
Imo Moszkowicz, der 1925 geborene jüdische Schauspieler und Regisseur, stellt sein Buch "Der grauende Morgen" als "Autobiographie" vor. Darin erinnert er sich vor allem an seine von Verfolgung gekennzeichnete Kindheit und Jugend während der Nazizeit. Moszkowicz schreibt zwar, "es ist schon so viel geschrieben worden, und ich sollte mich der Last und der Qual des Sich-erinnern-Müssens nicht nachgeben", entschließt sich dennoch, seine Erinnerungen niederzuschreiben, weil er glaubt, sein Bericht könnte "Hirn und Herz derjenigen finden, die von einer 'Auschwitzlüge' reden und gemeinerweise Historie leugnen". Nach anfänglichem mühevollen Erinnern, wird der Erzählduktus des Autors flüssiger, sein Bericht spannend und erschütternd zugleich. Moszkowicz, als Jugendlicher zur Zwangsarbeit verurteilt, wird ins KZ Buna verschleppt, wo er als Häftling Schwerstarbeit verrichten muss. Mitten im KZ-Terror entdeckt er seine schauspielerische Begabung, tritt vor Aufsehern und Häftlingen auf. Dank seinem eisernen Willen - "ich überlebte das hier bis zum letzten Tag" - übersteht er auch die Strapazen der Todesmärsche. Im zerstörten Nachkriegsdeutschland findet Moszkowicz ein erstes Engagement in einer kleinen Theatergruppe. Doch über seine Theaterarbeit erfährt der Leser nur Fragmentarisches.



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Juni 2005