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Kindheit
und Familie
Jenny Rosenbaum wurde am 7.September 1917
als Tochter eines jüdischen Kaufmanns in der westfälischen
Provinzstadt Paderborn geboren. Die Familie war seit
Jahrhunderten in Westfalen ansässig. Von 1924-1935 besuchte sie
das katholische Oberlyzeum des St. Michael-Klosters, eine von
Augustinerchorfrauen geleitete Mädchenschule in Paderborn.
Aufgrund der zahlreicher werdenden antisemitischen Anfeindungen
entschloss sie sich zur Auswanderung nach Palästina. Mit 18
bereitete sie sich im landwirtschaftlichem Anwesen Gut Winkel in Mark
Brandenburg in einem Lager der Jugend-Alija auf ihre Auswanderung
vor.1936 zog sie nach Berlin, wo sie sich einer zionistisch-
sozialistischen Gruppe anschloss, lernte ihre Hebräisch, sowie
etwas Arabisch und holte von Juni 1938 bis zum Februar 1939 auf einer
jüdischen Oberschule für Mädchen ihr Abitur nach. Schon
zwei Monate später wurde sie Gruppenleiterin einer Jugend-Alija im
Hachscharah-Kibbuz Schniebinchen in der Niederlausitz und arbeitete
etwa weitere sieben Monate mit Kindern und Jugendlichen zusammen. Im
selben Jahr wanderte sie nach Palästina aus, um dort im Dezember
ein Studium an der Hebräischen Universität in Jerusalem
anzufangen.
In Palästina
1942 trat sie in eine jüdische Einheit der britischen Armee ein
und war im Lazarettdienst tätig.
1946 wurde sie aus der Armee entlassen und besuchte danach eine Schule
für Sozialarbeit.
1947 besuchte sie Europa (München & Paris), um dort die
jüdischen DPs (Displaced Persons) zu unterstützen.
1948 heiratete sie Ezra Aloni und wurde Sanitäterin im
jüdisch-arabischen Krieg.
Jenny arbeitete von 1938-1950 in der Jugendfürsorge.
1950 wurde ihre Tochter Ruth geboren.
1955 besuchte sie erstmals seit der Auswanderung ihren Heimatort
Paderborn.
1957 zog sie mit ihrer Familie nach Ganei Yehuda.
1963-1981 übte sie ehrenamtliche Tätigkeiten in der
psychiatrischen Klinik Beer Jaakow aus.
Jenny Aloni starb am 30.September 1993 in Ganei Yehuda.
Israel/ Palästina
Der Staat Israel wurde von seiner Gründung an in mehrere Kriege
verwickelt. Nach dem Beschluss der UNO 1948, Palästina in einen
jüdischen und einen arabischen Staat zu teilen, und der Ablehnung
durch die arabischen Regierungen begann am 14. Mai 1948 ein Krieg mit
den arabischen Nachbarn, der zu monatelangen Kämpfen führte.
Weitere Kriege:
- Der Sinai-Feldzug (Suez-Krieg) 1956
- Der Sechs-Tage-Krieg 1967
- Der Jom-Kippur Krieg 1973
- Der Golfkrieg 1991
Jenny Aloni war sehr engagiert, Kriegsopfern zu helfen und sich um die
Menschen, die um sie herum lebten, unter anderem verwahrloste Kinder,
sozial benachteiligte und kranke Menschen, zu kümmern, was an
ihren Tätigkeiten in der A.T.S, dem Besuch der Schule für
Sozialarbeit, die Arbeit als Sanitäterin und Jugendfürsorge
deutlich wurde.
Außerdem ist zu beachten, dass sie ehrenamtlich in der
psychiatrischen Klinik Beer Jaakuw gearbeitet hat und nebenbei noch
ihren Mann und ihre Tochter zu versorgen hatte.
Die Kriege zwischen Israels und Palästinas sind ihr sehr nahe
gegangen. Sie verarbeitet ihre Eindrücke, Gefühle und
Gedanken in ihren Büchern: Das ganze Leiden, dass sie mitbekam,
und die Angst, die sie teilweise um sich selbst und ihre Familie hatte.
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Hier
hören Sie eine
kurze Einführung.
(0.23
min./mp3)


Elternhaus an der Bachstrasse
Quelle: Aloni Archiv Paderborn

Zerbomtes Elternhaus Quelle: Aloni
Archiv Paderborn

Salomon (Sally)
Rosenbaum Onkel von Jenny
Quelle: Aloni
Archiv Paderborn

Jenny in jungen
Jahren Quelle: Aloni
Archiv Paderborn

Schwester Irma
Quelle: Aloni
Archiv Paderborn

Henriette Rosenbaum,
Jennys Mutter
Quelle: Aloni
Archiv Paderborn

Moritz Rosenbaum,
Vater Quelle: Aloni
Archiv Paderborn

Jüdische
Pfadfindergruppe Quelle: Aloni
Archiv Paderborn

Ezra, Ruth und Jenny
Aloni Quelle: Aloni
Archiv Paderborn

Jenny Aloni (1960) Quelle: Aloni
Archiv Paderborn
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